Hedwigschwestern in Schwedt
Als am 20. Januar 1909 endlich die ersten Hedwigs-Schwestern nach Schwedt kamen, wurden sie bereits sehnsüchtig erwartet. Sie sollten über viele Jahre das Leben im Kinderheim St. Hedwig der Krebs’schen Stiftung prägen. Bis 1991 haben zahlreiche „Schwestern der Kongregation zur Heiligen Hedwig“, wie sie offiziell heißen, in Schwedt ihren Dienst verrichtet. Dabei konnten auch einige Mädchen aus Schwedt für diesen Dienst als Ordensschwester gewonnen werden.
In der schwierigen Zeit nach dem 2. Weltkrieg galt ihr unermüdlicher Einsatz nicht nur dem Kinderheim, sondern auch der Stadt und der gesamten Region. Zu nennen ist da vor allem Schwester Agnes, die ab 1948 bis zu ihrem Abschied 1991 nicht nur Oberin im Heim war. In den Nachkriegsjahren war sie darüber hinaus auch als Krankenschwester, Religionslehrerin und Seelsorgerin in der Region tätig. Unermüdlich war sie auch über Land unterwegs. Älteren Gemeindemitgliedern aber auch anderen Schwedter Bürgern sind die Hedwigs-Schwestern in guter Erinnerung für ihren uneigennützigen Dienst in der Nachfolge der Heiligen Hedwig und der christlichen Botschaft.
Seit etwa 1970 befanden sich die Gräber in einer separaten Anlage auf dem Neuen Friedhof in Schwedt. Im Jahr 2022 erfolgte zum Gedenken die Umsetzung zweier Steine an die Katholische Pfarrkirche. Dazu wurde an der Kirche eine Gedenktafel montiert.
Ordensschwestern in Schwedt
| Name/Zeit | geboren | gestorben | Schwedt ab | bis | Oberin / Bemerkung |
| Sr. Romualda Stenzel | 20.01.1909 | 20.01.1909 - 25.01.1916 | |||
| Sr. Emanuela | 20.01.1909 | ||||
| Sr. Claudia | 20.01.1909 | ||||
| 1920-iger/30-iger Jahre - es waren 5 bis 6 Schwestern im Haus | |||||
| Sr. Alphonsa Hatscher | 25.01.1916 - 23.02.1922 | ||||
| Sr. Vitalis Vogt | 27.02.1922 - 1928 | ||||
| Sr. Raymunda Augustin | 08.11.1928 - 18.09.1933 | ||||
| Sr. Hildegardis (May, Katharina) | 16.03.1905 | Einkleidung 1928 (Festschrift 1998) | |||
| Sr. Eligia Wróbel | 01.06.1938 | 22.09.1933 - 20.06.1938 | |||
| im Zweiten Weltkrieg setzten 5 Schwestern die Arbeit fort | |||||
| M. Ursula | 21.04.1905 ? | April - Juni 1945 nicht in Schwedt | |||
| M. Domitia Pietsch | 1892 | 21.09.1947 | |||
| M. Christophora Hannig | 1884 | 19.04.1946 | 21.06.1938 - 25.07.1944 April - Juni 1945 nicht in Schwedt | ||
| Sr. Apollinaris Graber | 1890 | foto | 25.07.1944 - 25.08.1954 | ||
| M. Ursula Schwiegel | 1883 | 1963 | |||
| M. Chrysostoma Soffner | 1880 | 1956 | |||
| 10. Februar 1945 - 3 Schwestern verlassen Schwedt mit den Kindern nach Perleberg/Sachsen | Rückkehr am 25.07.1945 | ||||
| 21. April 1945 - 2 Schwestern verlassen die umkämpfte Stadt (Sr. Christophora und Sr. Ursula) | Rückkehr am 26.06.1945 | ||||
| November 1946 - 6 Schwestern sind im Haus | |||||
| Sr. Agnes (Metzner) | 06.06.1995 | 19.01.1948 | 01/1991 | 28.10.1969 - 28.01.1991 dann in Döbern | |
| 50-iger Jahre - es waren 7 - 8 Schwestern im Haus | |||||
| Pia | 01/1991 | dann in Döbern | |||
| Itha Franke | 25.06.1995 | 01/1991 | dann in Döbern | ||
| 2 Schwestern aus der Gemeinde Schwedt | 12.09.1951 Einkleidung in Berlin | ||||
| Sr. Christophora (Brzoskowski, Maria) | 1922 | 12.09.1951 Einkleidung in Berlin (Festschrift 1998) | |||
| Sr. Anastasia (Klein, Hedwig) | 1930 | 1951 | (Festschrift 1998) | ||
| Sr. Dorothea (Hänsel, Katharina) | 1925 | 1952 | (Festschrift 1998) | ||
| Sr. Creszenzia (Dammer, Lisa) | 1935 | 1955 | (Festschrift 1998) | ||
| Sr. Xaveria Schmidt | 25.08.1954 - 12/1955 | ||||
| Sr. Waltrudis Soika | 15.12.1955 - 1962 | ||||
| 4 Schwestern aus der Gemeinde Schwedt | 02.07.1958 Einkleidung in Berlin | ||||
| Sr. Bernarda (Rakoczi, Hilde) | 08.08.1941 | 19.07.2019 | 02.07.1958 Einkleidung in Berlin (Festschrift 1998) | ||
| Sr. Pia (Korten, Waltraud) | 1942 | Einkleidung 1963 (Festschrift 1998) | |||
| Sr. Borgia Thill[10] | 24.09.1962 - 28.10.1969 | ||||
| im Jahr 1966 sind 8 Schwestern im Haus | |||||
| in den 70-iger und 80-iger Jahren sind 5-6 Schwestern im Haus | |||||
| M. Hiltrudis | foto | ||||
| Walburgis Niesel | 04.12.1922 | 27.04.1985 | |||
| Notburga Hönscher | 1909 | 02.04.1980 | |||
| 1986 ging die Trägerschaft des Hauses an den Caritasverband, die 4 letzten Schwestern blieben aber im Haus | |||||
| Athanasia Gruchot | 30.10.1911 | 1987 | |||
Auf dem Friedhof Schwedt befinden sich einige Gräber von Geistlichen und Ordensfrauen, die hier in Schwedt beigesetzt wurden.
Da der Friedhof ziemlich weit auswärts liegt wurde die Idee geboren, zwei Steine an der Kirche zu platzieren, um das Gedenken näher zu ermöglichen.
Pfarrer Schur war eine prägende Person in Schwedt über lange Jahre. Sein Andenken wollen wir gern bewahren.
Die Hedwigschwestern haben über viele Jahrzehnte einen segensreichen Dienst in der Stadt und in der Gemeinde versehen. Im Gedenken daran haben wir ihnen einen weiteren Stein gewidmet.
Auf dem neuen Friedhof befinden sich weitere Steine. (Abteilung 23)
Erzpriester Franz Schur (1870-1938)
Grabanlage auf dem Neuen Friedhof (Abteilung 23)